7 Fragen an die Kandidaten
DABEI hat die 4 Bürgermeister-Kandidaten befragt zu ihren Perspektiven für ein inklusives und barrierefreies Schwerte. Hier finden Sie als interessierter Bürger die Antworten:
Andreas Heinz (ausstehend)
Die Fragen von DABEI
1. Inklusion als Teilhabe der Menschen mit Behinderung an der
Gesellschaft
Welche Bedeutung, welchen Stellenwert hat eine inklusive Gesellschaft für Sie?
Wo sehen Sie in Schwerte Verbesserungsbedarf?
Welche Themen oder Projekte haben für Sie hohe Priorität?
2. Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
• Rathaus I: Werden Sie im ersten Jahr Ihrer Amtszeit dafür sorgen, dass durch
automatische Türöffner die Flure zu den Büros und zentralen Räume (u.a.
Bürgersaal) für mobilitätseingeschränkte Personen zugänglich werden? Ist es Ihr
Ziel, den engen und schlecht bedienbaren (kleine Knöpfe, die schlecht erreichbar
sind aus dem Rollstuhl) Aufzug im alten Rathaus-Gebäude zu ergänzen durch einen
für Rollstuhlfahrer leichter nutzbaren Fahrstuhl (bspw. im neueren Anbau)?
• VHS/Bücherei: Werden Sie im ersten Jahr ihrer Amtszeit dafür sorgen, dass durch
automatische Türöffner die Eingänge sowie die Flure zu den Büros und
Veranstaltungsräumen für mobilitätseingeschränkte Personen zugänglich werden?
Ist es Ihr Ziel, den schlecht nutzbaren (geringe Bewegungsfläche davor) und schwer
bedienbaren Aufzug (Bedienungsknöpfe zu hoch und nur auf einer Seite) für
Rollstuhlfahrer besser nutzbar zu machen?
• Fußwege/Bürgersteige: Hat die Herstellung eines benutzerfreundlichen Zustandes
für Sie Priorität (Schaffung von bodengleichen Absenkungen für
Rollstühle/Rollatoren, Beseitigung von Schlaglöchern/Stolperfallen,
Glasscherben/Strauchüberhängen, Containern und anderen Hindernissen),
inklusive regelmäßiger Überprüfung ( z.B. durch Ordnungsdienst/ Grünflächenamt )?
3. Politische Teilhabe
Unterstützen Sie die Einrichtung eines Behindertenbeirats wie in der Stadt Iserlohn, der
das Recht auf die Entsendung eines Vertreters mit Rede- und Antragsrecht in den
relevanten Ausschüssen des Stadtrates hat?
4. Arbeit
Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt fördern: Unterstützen Sie eine Zielquote für die
Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bei der Stadt und ihren Beteiligungen
(KUWEBE, Stadtwerke, etc.), die deutlich oberhalb der Mindestquote von 5 % liegt?
5. Wohnen
Sind Sie angesichts des demographischen Wandels für eine Mindestquote von
barrierefreien oder rollstuhlgerechten Wohnungen bei der Genehmigung von
Bauprojekten durch die Stadt Schwerte, ähnlich der Mindestquote für Sozialwohnungen?
6. Kommunikation
Sind Sie für die Einführung einer Internet-Applikation, die es möglich macht,
Einschränkungen der Barrierefreiheit im Stadtgebiet (fehlende Bürgersteige
Absenkungen, Stolperkanten, etc.) per Mobiltelefon mit Foto, Standortbestimmung und
Begleittext der Stadtverwaltung unkompliziert zu melden?
7. Schulen / ( städtische) KITAs
Planen Sie die konsequente barrierefreie ( Um-) Gestaltung aller städtischen Schulen
und Kitas ?
Wie stellen Sie sicher, dass die Landesmittel für die schulische Inklusion für die
Gemeinden ( Inklusionspauschale) zweckgebunden eingesetzt werden ?
Welche Möglichkeiten sehen Sie, vor dem Hintergrund zunehmenden
Untertützungsbedarfs, die Schulen über die Inklusionspauschale hinaus mit nicht-
lehrendem Personal auszustatten ?